Manchmal nehmen wir Dinge nicht so wahr, wie sie wirklich sind, weil unsere Sinne nicht in der Lage sind, bestimmte Aspekte der Realität zu erfassen. Zum Beispiel können wir nicht alle Farben oder Geräusche wahrnehmen, die für andere Lebewesen existieren.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass unsere Sinne zwar wichtige Werkzeuge sind, um die Welt um uns herum zu erfahren, aber sie sind nicht perfekt und können uns auch täuschen.
Also ist das was wir sehen nicht das wie es wirklich ist. Was ist aber nun wirklich ? Und wenn das was wir sehen nicht echt ist,dann ist das was wir nicht sehen auch nicht echt. Verflixt !! : )
Hans-Igor Dommer
Geboren 1963
Hans-Igor Dommer stammt aus einer Künstlerfamilie. Sein erstes und prägendstes Vorbild war sein Vater – eine frühe Begegnung mit dem künstlerischen Arbeiten, die weniger über Technik als über Haltung vermittelt wurde: das aufmerksame Sehen, das Vertrauen in die eigene Wahrnehmung und der Mut zur Farbe.
Sein Werk bewegt sich im Spannungsfeld von Expression und Impression. Starke Farben sind dabei kein Selbstzweck, sondern Träger von Emotion, Energie und innerer Bewegung. Dommers Arbeiten wollen nicht erklären, sondern berühren – sie sind zweideutig, fröhlich, spirituell, und lassen bewusst Raum zum Nachdenken. Schönheit versteht er nicht als Dekoration, sondern als etwas Wirksames, beinahe Notwendiges.
Sein beruflicher Weg begann mit einer Ausbildung zum Reprofotografen, die seinen Blick für Bildaufbau, Kontraste und Präzision nachhaltig geprägt hat. Seit dem Jahr 2000 lebt der gelernte Stahlgraveurer in Bayern – ein Handwerk, das Härte und Feinheit verbindet und auch in seiner künstlerischen Arbeit nachhallt.
Zwischen Material und Geist, Struktur und Farbe, Handwerk und Intuition entfaltet sich ein Werk, das sich dem schnellen Konsum entzieht. Hans-Igor Dommer arbeitet für das Schöne, aber nie nur für das Auge – immer auch für das, was dahinter liegt.
Die Frage „Was ist Kunst?“ lässt sich nicht durch akademische Definitionen beantworten, sondern nur durch das Verständnis ihrer wahren Natur: Freiheit. Kunst ist die Manifestation von Kreativität, und Kreativität ist ihrer Natur nach grenzenlos.
Eine der wesentlichen Aufgaben der Kunst besteht darin, die antrainierten Grenzen – jene geistigen Barrieren, die uns durch Erziehung, Gesellschaft und verschiedene Epochen auferlegt wurden – weitgehend aufzulösen. Unsere alltägliche Wahrnehmung ist oft nur eine Illusion. Wenn wir erkennen, dass die materielle Welt nicht die einzige Wahrheit ist, sind wir in der Lage, das Unterbewusste an die erste Stelle zu führen.
In einer Welt voller Konstrukte gibt es nur eine einzige, unumstößliche Wahrheit: die Liebe. Da auch die Liebe keine Grenzen kennt, fungiert die Kunst als das entscheidende Portal zu ihr. In diesem Raum der Liebe existieren unbegrenzte Möglichkeiten.
Hier geschieht das Wunder der Schöpfung:
Fühlen und Erdenken: Noch nie dagewesene Möglichkeiten werden im ersten Schritt empfangen.
Aktivierung: Diese Impulse werden im Äther aktiviert.
Transformation: Sie verwandeln sich in das, was wir als Realität bezeichnen.
Dieser Prozess ist kein äußerlicher Vorgang; er vollzieht sich ausschließlich in unserem Inneren.
Der Künstler ist kein Kopist der sichtbaren Welt. Seine Aufgabe ist es nicht, das bereits Vorhandene zu duplizieren. Er ist vielmehr ein Medium. Sein Instrument sind seine Gefühle, seine Emotionen und sein Talent.
Der Künstler nutzt diesen Raum der Illusion, um das, was ihn bewegt, mit der Kraft der unbegrenzten Liebe und Kreativität zu füllen. Dabei erschafft er nichts aus dem Nichts – denn es ist bereits alles im Geistigen vorhanden. Die wahre Kunst des Künstlers liegt darin, diese verborgenen Möglichkeiten in die Sichtbarkeit zu bringen.
Fazit: Kunst ist der Akt, das Ewige und Grenzenlose in die Form zu leiten, damit es für uns erfahrbar wird.
Igor, 11.2.2026
